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Allgemeine Hinweise für die Erstellung von Stellenangeboten

Grundsätzliche Formulierungshinweise für Stellenanzeigen

Erfolgversprechende Stellenausschreibungen sollten so ausführlich wie nötig und so kurz wie möglich formuliert werden. Die zu erfüllende Aufgabe sollte möglichst präzise und verständlich, aber auch attraktiv beschrieben werden, die geforderten Anforderungen sollten realistisch und nachprüfbar sein. Die Stellenausschreibung sollte immer geschlechtsneutral zu formuliert werden. 

Bezeichnung der vakanten Position

Die auszuschreibende Stelle sollte möglichst präzise bezeichnet werden, z.B. „Fremdsprachensekretär/Fremdsprachensekretärin für“, „Volljurist/Volljuristin mit Schwerpunkt xy“ etc. Vermieden werden sollten die sehr beliebten Formulierungen: „Mitarbeit in der XYZ Abteilung“, „Mitarbeit in der Abteilung für XYZ“. Diese Bezeichnung gibt keinerlei Aussagen über die inhaltlichen Aufgabenstellungen der Position, sondern lediglich über deren hierarchische Einordnung in das Arbeitsteam. Dies kann genauso bei der Aufgabenbeschreibung eingefügt werden. Es ist zu beachten, dass viele Leser zunächst nur auf diese Bezeichnung der Vakanz achten und erst bei Deckungsfähigkeit zwischen ausgeschriebener Position und Interesse den näheren Inhalt der Ausschreibung lesen. Aus diesem Grund ist hier eine möglichst genaue Bezeichnung besonders wichtig.

Diese kann zum einen in der erforderlichen, speziellen beruflichen Qualifizierung bestehen (besondere Fachrichtung) als auch in einer knappen, allgemein verständlichen Beschreibung der Funktion, sofern für diese Position - wie häufig - verschiedene Bewerberqualifikationen denkbar sind. In diesem Fall ist es dann umso wichtiger, dass beim Bewerberprofil die zwingend erforderlichen und die wünschenswerten Kenntnisse möglich detailliert dargestellt werden, sowie Berufsabschlüsse, die diese Fachkenntnisse vermitteln können. Je nach verfügbarer Vakanz kann hier noch eingefügt werden, dass die Einstellung im Beschäftigungsverhältnis unbefristet erfolgt. Es ist zu beachten, dass ein Besetzungszeitpunkt angegeben werden sollte (entweder ein konkretes Datum oder "ab sofort"), damit Bewerber, die noch in einem Arbeitsverhältnis gebunden sind, dies berücksichtigen können.

 

Aufgabenbeschreibung

Zunächst sollten die zu erfüllenden Aufgaben der ausgeschriebenen Position möglichst genau und verständlich beschrieben werden. Der Umfang dieser Aufgabenbeschreibung hängt davon ab, ob es sich bei dieser Aufgabe um eine allgemein übliche oder eine nur universitäts- bzw. fachhochschulspezifische Position handelt. Insbesondere bei fachlich sehr stark differenzierten Positionen, die eine bestimmte Spezialausbildung voraussetzen, kann es genügen, nur wenige, fachlich einschlägige Stichpunkte anzugeben. Es ist zu beachten, dass die Aufgabenbeschreibung in der Stellenausschreibung die Leser der Inserate zur Bewerbung motivieren soll. Je attraktiver die Position beschrieben wird, umso höher sind die Chancen, dass die richtigen und geeigneten Kandidaten angesprochen werden.

Nur wenn die Aufgabenbeschreibung in der Stellenausschreibung den später übertragenen Tätigkeiten (z.B. in der Tätigkeitsbeschreibung) entspricht, werden die Bewerber in der Regel auch nach der Einstellung noch zufrieden sein. Wenn also das Aufgabenprofil noch nicht ganz klar definiert ist oder aber zu bestimmten, genau bekannten Aufgaben weitere Zusatzaufgaben nach Anforderung dazukommen, sollte dies in der Ausschreibung fairerweise kurz angesprochen und die noch zu benennenden Tätigkeiten ungefähr umschrieben werden. Es gilt also unter Umständen, eine gelungene Mischung aus möglichst präziser Aufgabenbeschreibung und der Möglichkeit, zu später noch abzuändernden Aufgabenübertragungen im Rahmen einer gewissen Bandbreite, zu finden.

Bei der Aufgabenbeschreibung sollte auch angegeben werden, ob es sich um eine Leitungsfunktion oder eine Mitarbeit in einem Team handelt, dabei kann die Angabe der Größe des Teams wesentlich sein. Die Bezeichnung „jüngeres Team“ o.ä. sollte keinesfalls verwendet werden, da derartige Angaben, die Rückschlüsse auf das erwartete Alter des/r Bewerbers/in zulassen, in der Regel einen Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (http://www.gesetze-im-internet.de/agg/BJNR189710006.html) darstellen.

 

Beschreibung des Bewerberprofils

Das Anforderungsprofil der Bewerber sollte möglichst konkret benannt werden. Hierbei ist zu unterscheiden, welche Qualifikationen unbedingt erforderlich sind (z.B. aufgrund Ihrer firmeninternen Vorgaben, wie etwa der Ingenieur, Volljurist, Führerscheine usw.). Bitte bedenken Sie, dass neben den rein fachlichen Qualifikationen für viele Positionen etwa Personalführungserfahrung, Lehrerfahrung, Arbeitszeitmodelle oder praktische Erfahrungen auch eine wichtige Rolle spielen können.

Sie sollten also die von Ihnen als zwingend erforderlich eingestuften Voraussetzungen auf die wirklich notwendigen beschränken und alle anderen als wünschenswert (oder ähnliches) bezeichnen. Hier sind Sie frei, nach einem nachvollziehbaren Bewertungsschema die unterschiedlichen Ausprägungen bei den einzelnen Bewerbern gegeneinander zu gewichten.

Die sehr beliebten Zusatzqualifikationen wie etwa „Kommunikations- und Teamfähigkeit“, „Eigeninitiative“, „Problemlösungskompetenz“, „Organisationstalent“ etc. beschreiben nicht das konkrete Anforderungsprofil, sondern sollten nur ergänzend für die Bereiche, die bei der ausgeschriebenen Position gerade besonders wichtig sind, angeführt werden. Hier gilt der Grundsatz: „Weniger ist mehr“.

Sonstige Inhalte der Stellenausschreibung

Durch verschiedene gesetzliche Vorgaben können bestimmte Textpassagen in Stellenausschreibungen von Vorteil sein.

Beispiele:

„Schwer behinderte Bewerber/innen werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.“

„Die Bewerbung von Frauen wird begrüßt“.

Identifizierbare Arbeitgeber mit Kontaktdaten

Wir müssen in der Lage sein, Ihre angegebenen Kontaktinformationen wie Telefonnummern, E-Mail und Adresse der Ausschreibung auf der Website, die Sie bei Ihrem Benutzerkontoeinstellungen angegeben haben, zu finden.

Die E-Mail Adresse, die Sie angeben, sollte mit der Firma übereinstimmen und für etwaige Interessenten nachvollziehbar sein. 

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